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Die Wasserwelt der letzten Rheininseln hautnah erleben
Für die Mitglieder des Aikido-Club Bergen-Enkheim (ACBE) und ihre Angehörigen, für die Gäste aus den befreundeten Aikido-Abteilungen des TV Niederrad und des SC Steinberg hieß es am ersten Septembersamstag: Ahoi! Am kleinen Hafen von Heidenfahrt zwischen Mainz und Bingen trafen sich 30 Teilnehmer und ein Hund zu einem nassen Abenteuer.
Der Haupttrainer des ACBE, Dr. Stephan Gronostay, gab schon vor Monaten die Idee, als gemeinsames Gruppenerlebnis für die Aikidoka Drachenboot zu fahren. Und Harald Ketzer, Vorsitzender des ACBE, hatte das Projekt perfekt vorbereitet, sogar seine „allerhöchsten Beziehungen“ spielen lassen und „Kaiserwetter“ bestellt.  So freuten sich alle bei hochsommerlichen Temperaturen und knallblauem Himmel auf das Wasser des Rheins.
Nachdem wir die Schwimmwesten angelegt hatten, wurden in Teamwork die zwei langen Drachenboote zu Wasser gelassen. Im ersten Boot saß unser „Schiffshund“ im Bug, Ranger Peter Pfeil bediente stehend das Steuer am Heck. Im zweiten Boot kamen die Kinder und ihre Angehörigen unter, Steuermann war Kai Zimmermann. Und Leinen los! Die harmoniebewußten Aikidoka kamen schnell in Paddel-Takt und brachten ihre Boote mit kräftigem Armeinsatz stromaufwärts in Richtung Königsklinger Aue. Dann ging es um das östliche Leitwerk der Mariannenaue herum, das die Insel schützt, und beide Boote befanden sich im rechten Hauptarm des Rheins, den auch die großen Schiffe befahren.
 Nun konnte die starke Strömung des Flusses genutzt werden, für die Arme gab es Paddelpause. Alle hatten Gelegenheit, links auf die Naturschönheiten der Insel zu achten, die liebevoll von den Steuermännern erklärt wurden. Rechts überholte Frachtschiff „Willi“, entgegenkam ein Kreuzfahrer der Luxusklasse mit den winkenden Gästen im Bademantel auf den Kabinenbalkonen. Am Ufer verschwanden die Rheingau-Städtchen Eltville, Erbach, und Schloss Reinhartshausen kam in Sicht. Unser „Historiker“ Harald erzählte die Geschichte der ehemaligen Schlossbewohnerin Prinzessin Marianne von Preußen, die der Insel ihren Namen gegeben hat.
An ihrer Westseite öffnete sich die Mariannenaue zu einer weiten Lagune mit stillem Gewässer. Hier konnten wir uns mit unseren Booten dem größten Graugänse-Revier am Oberrhein nähern. Am rechten Lagunenufer gingen wir nach geschicktem Anlegemanöver an Land.
Auf der anderen Seite des Damms konnten die Mutigen in die strömenden Fluten des linken Rheinarms steigen. Nach der erfrischenden Badepause dann harte Arbeit: die Boote mussten mit fachmännischer Anleitung durch unsere Ranger über den Damm in den Fluss gehievt werden.
Auf der Rückfahrt konnten wir stromaufwärts erneut unsere Paddelkünste beweisen. Die einsetzende Abenddämmerung bescherte uns einen faszinierenden Sonnenuntergang über den Baumwipfeln der Mariannenaue. Wie zum Abschied flogen die Graugänse im Abendhimmel in perfekter V-Formation über uns hinweg. Nach viereinhalb Stunden landeten wir in unserem „Heimathafen“. Die Boote wurden wieder an ihre Lagerplätze gebracht. Der ereignisreiche Tag klang aus im Wein- und Biergarten unter Platanen am Rheinufer. Das rustikale Abschlussessen mit rheinhessischer Weinprobe gab allen Gelegenheit, sich über das Erlebte auszutauschen.
Teilnehmer:
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