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Helden der Bühne und Schönheiten der Nacht PDF Drucken
mak-postkarten-mittigUnter diesem Titel hatte das Museum für Angewandte Kunst (MAK) am Frankfurter Museumsufer in Sachsenhausen eine Ausstellung konzipiert, die japanische Holzschnitte vom 17. bis 19. Jahrhundert zeigte. Diese Kunstform, japanisch Ukiyo-e genannt, konnte den Mitgliedern des Aikido-Club Bergen-Enkheim Einblicke in die fernöstliche Kultur gewähren, aus der auch die Selbstverteidigungskunst stammt, die sie hier im Westen trainieren. Deshalb hatte Vorsitzender Harald Ketzer zum gemeinsamen Besuch eingeladen.

Leider konnten aus Termingründen nur wenige Aikidoka der Einladung folgen, aber für sie war die Ausstellung ein Erlebnis. In den über 240 Exponaten waren vor allem Genreszenen aus der Welt des Amüsierbetriebs zu sehen: die titelgebenden Helden und Schönheiten stammten aus dem Theater und den Freudenhäusern. Die Drucke waren eine Vorform von Promotion für Starschauspieler und prominente Kurtisanen. Beliebt als Sujets waren aber auch beschauliche Landschaftsidyllen, die damals als Souvenirbilder reißenden Absatz fanden. Diese volkstümlichen Drucke wurden im alten Edo (heute Tokyo), in Kyoto oder Osaka für wenig Geld verkauft.

Interessant war, dem weltberühmten Holzschnitt „Hinter der großen Woge vor der Küste von Kanagawa" von Hokusai zu begegnen. Das Kunstwerk stammt aus den „36 Ansichten des Berges Fuji" von 1830. Es hat in Europa viele Künstler beeindruckt, nicht zuletzt Vincent van Gogh. In dieser Tradition des europäisch-japanischen Dialogs steht auch der Aikido-Club Bergen-Enkheim. Er hat das Motiv der Welle aus diesem Bild zu seinem Vereinslogo erkoren. Das Logo ist hier oben links zu sehen, für das Bild im Hauptmenü bitte auf Verein klicken und dann auf Logo-Interpretation.

Der Nachmittag klang aus auf der Terrasse des Museumsrestaurants „Emma Metzler". Hier wurden die hausgemachten Torten und Kaffeespezialitäten getestet und für sehr gut befunden.

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